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Weit über hunderttausend Lehrer manifestieren in Lissabon

Mehr als 120.000 Lehrer (85% der Klasse) manifestierten am Samstag, 8. November in den Strassen von Lissabon gegen die Bildungspolitik der portugiesischen SP-Regierung Sócrates.

Wie die Lehrergewerkschaft Fenprof festhielt, hat damit hat eine erdrückende Mehrheit der gesamten portugiesischen Lehrerschaft erneut öffentlich und in aller Entschlossenheit klar gemacht, dass sie die neoliberalen Angriffe des Bildungsministeriums auf die öffentliche Schule zurückweist. Der Geist der Einheit und der Mut der Lehrer werden die Angriffe auf den professionellen Unterricht besiegen, schreibt die Fenprof.

Sie verweist darauf, dass sämtliche Schulen des Landes an der Manifestation vertreten waren. Eine ganze Klasse alarmiert das Land vor bürokratischen Lehrerbewertungen, vor unmenschlichen Arbeitszeiten, vor absehbaren Karrierebrüchen und der grossen Instabilität im Lehrkörper sowie den geplanten Konkurrenzmechanismen. Zugleich protestieren die Lehrer gegen das einseitige und autoritäre Vorgehen der Regierung im Bildungsbereich.

Inzwischen hat die Fenprof weitere regionale Manifestationen im Dezember und einen eintägigen Warnstreik für den 19. Januar angesagt.

In der Hauptstadt von Portugal waren bereits am 8. März waren 80 Tausend Lehrer auf die Strasse gegangen, um ihre Empörung über das umstrittene Reformpaket der Bildungsministerin Maria de Lurdes Rodrigues zu bekunden, das auch von den Schülern und Studenten mit Protest zurückgewiesen wird.

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