In ihrer Ausgabe vom 27. Juli lässt die Washington Post den Konfliktforscher und Professor Danier Serwer vom Middle East Institute zu Wort kommen, um der US-Regierung aus einer Verlegenheit zu helfen. In der Tat ist die Syrienpolitik der USAgescheitert, nachdem sich Russland eingeschaltet hat und da sich nun auch die Türkei mehr und mehr aus der US-geführten Allianz zum Sturze des legitimen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verabschiedet. Die Schachfiguren Washingtons verlieren überall in der Region (gerade jetzt auch in der Türkei) an Boden; und die zum Einsatz als US-Bodentruppen als letzte Hoffnung verbliebenen und von der NATO bewaffneten kurdischen Separatisten drohen zerquetscht zu werden, sobald Ankara und Damaskus Frieden schliessen. Dieser Friedensschluss scheint unausweichlich, falls die türkisch-russische Annäherung ernst gemeint sein soll, wofür neben der Interessenlage auch alle zu vernehmenden Zeichen sprechen. …mehr
Wir dokumentieren nachstehend im vollen Wortlaut in deutscher Übersetzung die Interpellation des Tessiner Grossrats und Sekretärs der Kommunistischen Partei Massimiliano Ay über die Ausbreitung der subversiven islamistischen Bruderschaft von Fetullah Gülen in der Schweiz. Diese Sekte, welcher eine Schlüsselrolle beim jüngsten Putschversuch zugeschrieben wird, hat sich offenbar seit Jahren auch in unserem Land festgesetzt. Entsprechende Presseberichte werfen Fragen auf, welche hier in Form eines parlamentarischen Vorstosses an die Tessiner Regierung adressiert werden, sich aber in der Deutschschweiz nicht minder stellen. …mehr
Zumal die Dokumente der KP (Türkei) natürlich für die Debatten unter Kommunisten eine wichtige Referenz bilden und da sie auch in deutscher Sprache verbreitet werden, muss hier vor Mängeln gewarnt werden, die sich in ihren Stellungnahmen gelegentlich bemerkbar machen. Die Solidarität mit den verschiedenen kommunistischen Kräften der Türkei, die ihren Weg selber bestimmen müssen, darf uns nicht an der Kritik an Fehlern hindern, erst recht nicht, wenn sich dieselben auch unter Kommunisten und Linken Westeuropas verbreitet finden. Es sind Fehler von allgemeinem Interesse, denn sie treten nicht nur zufällig oder gelegentlich und nicht nur in Bezug auf die Türkei auf: Fehler, deren Wurzeln tiefer liegen, und deren faule Früchte wir nacheinander in eine Reihe von Konflikten der letzten Jahre präsentiert bekommen haben, indem wir immer wieder linke Kräfte sehen, die sich direkt vor den Karren der Imperialisten spannen lassen, darunter vor allem Kräfte der Europäischen Linkspartei, die im Fall von Libyen, Syrien, der Ukraine wie in Brasilien den Putschvorbereitungen und Aggressionen gegen legitime Regierungen regelrecht zugedient haben, und anderseits einige kommunistische Parteien, die in den gleichen Dingen zu einer demobilisierenden Haltung der “Äquidistanz” tendieren, indem sie diese Konflikte als Gerangel unter ihresgleichen Imperialisten erklären, die uns nicht betreffen würden. …mehr
Es mangelt nicht an Behauptungen, die sich im Web, in den social networks und der westlichen Presse finden und von reichlich mageren Kenntnissen der türkischen Realität zeugen. Halbwahrheiten und “Enten”, die oft auf die eurozentristische Wahrnehmung der Realität zurückzuführen sind. Im Rahmen ihrer Sonderberichterstattung zur Türkei ( SPECIALE TURCHIA ) bat Sinistra.ch den Sekretär der Kommunistischen Partei und Tessiner Grossrat Massimiliano Ay , der auf dem Gebiet der internationalen Kooperation aktiv und ein Kenner der türkischen Politik ist, einige davon zu analysieren. …mehr