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Vor 60 Jahren: Eichmann-Prozess – Mythos und kein Ende

Am 11. April sind es 60 Jahre her seit dem Beginn des Eichmann-Prozesses in Jerusalem. Des runden Jahrestags nehmen sich die Mainstream-Medien mit mehreren Ausstrahlungen an und zelebrieren dabei den alten Mythos von der waghalsigen Entführung Eichmanns durch den israelischen Geheimdienst. Auf eine Überprüfung durch die Heranziehung neu zugänglicher Quellen wird verzichtet. Die argentinisch-deutsche Investigativ­journalistin und Dokumentar­filmerin Gaby Weber hingegen hat das getan. Sie fand Hinweise, dass die Kidnapping-Geschichte nicht stimmt und die israelische Regierung an einer Verhaftung Eichmanns lange gar nicht interessiert war – die westdeutsche sowieso nicht. Es wurde erst gehandelt, als man in Zugzwang kam, und machte sich erst noch eine Lügengeschichte zurecht. …mehr

Stichwahl: Lateinamerikas Blicke richten sich auf Ecuador

Am 11. April findet die Stichwahl für das Präsidentenamt in Ecuador statt. Erhält Andrés Arauz das Mandat, Morenos neoliberaler Politik ein Ende zu setzen und die sozialistische Politik von Raffael Corea wieder aufzunehmen? Es wäre ein gutes Zeichen für den Trend zur Rückkehr zu progressiven Regierungen in Lateinamerika, nachdem schon in Argentinien und Bolivien Rückschläge wieder wettgemacht werden konnten und mit Lulas Rehabilitation auch für Brasilien neue Hoffnung geschöpft werden kann. …mehr

Die Realität der «Konzentrationslager» in Xinjiang

Man kennt die Praxis der USA, Instabilität in Ländern zu fördern, die sich ihnen nicht unterordnen wollen. So wurde in Xinjiang das Uiguren-Problem geschaffen, indem dort Terroristen gefördert wurden. Dieselbe Taktik, die in Kuba, Venezuela, Vietnam, Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen usw. angewendet wird. Hier die zweite Folge eines auf freier Übersetzung basierenden Artikels von He Zhao mit dem Titel «Xinjiang: Facts vs. Fiction». Die weiteren Teile des Textes werden wir in den nächsten Wochen veröffentlichen. …mehr

Der Weltgewerkschaftsbund prangert die Telearbeit an

«Die Telearbeit birgt mehr Risiken als Nutzen», hat der Schweizer Jung­kom­munist Lucca Frei an einer inter­na­tionalen Kon­ferenz des Welt­gewerk­schafts­bundes (WGB) bilan­ziert. Er hat als Ver­treter der Stu­denten- und Lehrlings­gewerk­schaft SISA am Online-Seminar des WGB über die Aus­wir­kungen der Tele­arbeit teil­ge­nommen. Zu den Risiken der Tele­arbeit gehören: stär­kere Aus­beutung durch neue Arbeits­formen, weniger Real­lohn wegen er­höhter Neben­kosten, Um­gehung von Arbeits­schutz­vor­schriften, grös­sere Belas­tungen des Privat­lebens und Ein­schrän­kung der Privat­sphäre. …mehr

Montreux-Abkommen: USA versuchen, Türkei gegen Russland aufzubringen

Der Präsident des türkischen Parlaments hatte in den letzten Tagen in einer unvorsichtigen öffentlichen Äusserung gesagt, dass es kein Tabu sei, das Montreux-Abkommen erneut zu diskutieren. Letzteres ist ein wichtiger Vertrag, der 1936 von der Türkei, Frankreich, Griechenland, Rumänien, dem Vereinigten Königreich, der Sowjetunion und später Italien unterzeichnet wurde und den Seeverkehr durch die Dardanellen, das Marmarameer und die Bosporusstrasse regelt. Das Montreux-Abkommen ist eine Behinderung für die Nato. …mehr

Das Fleischkapital. Zur Ausbeutung von Arbeitern, Natur und Tieren

Die Tierrechtsgruppe Zürich weist auf eine neue Veröffentlichung mit hochaktuellem Thema hin. Ihre Zeitung «Das Fleischkapital. Zur Ausbeutung von Arbeitern, Natur und Tieren» soll die Klima- und Tier­be­freiungs­bewegung, Gewerk­schafts- und Betriebs­aktive, ebenso Kom­mu­nisten und andere Linke anregen, sich aus­zu­tauschen und für ein revo­lu­tionäres Pro­jekt zu­sammen­zu­tun. …mehr