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Israelische Aggression gegen Palästina – Den Völkermord stoppen


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Aus dem «Avante!» – Über 530 Tote und 3000 Verletzte, zumeist Zivilisten, das war die Bilanz der 14 Tage der Aggression gegen den Gazastreifen, deren Fortsetzung Israel mit Unterstützung der USA angekündigt hat, ungeachtet der Anklagen wegen Völkermords.

Zweieinhalb Wochen nach Beginn des Krieges gegen die 1,8 Millionen Einwohner des Gazastreifens wird es immer offensichtlicher, dass die zionistischen Kräfte einen Völkermord veranstalten. Das Territorium von rund 350 qkm ist ein Friedhof, dem die Lebenden nicht entkommen können, die Flucht scheint aussichtslos angesichts der organisierten und methodischen Ausrottung, die ein ganzes Volk und alle Gebäude, Güter, Infrastrukturen und Sitze zum Ziel hat, wie Christopher Wade aus Gaza für die Journalistes sans frontières berichtete.

Die am 8. Juli begonnene Offensive wurde am Donnerstag, 17. mit dem Eindringen von israelischen Bodentruppen in den Streifen verschärft. Seither hört die Zahl der Opfer, mehrheitlich Zivilisten und darunter über hundert Kinder, nicht auf zu steigen, und bezifferte sich vorgestern schon auf 540 Tote und über 3’000 Verletzte. Unter den Invasoren sind 25 Leichen zu verzeichnen, Ergebnis von Kämpfen mit den Palästinensern, die sich so gut es geht wehren.

Für die Bodenoperation wurden 53 Tausend israelische Soldaten und gewaltige Mittel mobilisiert, die durch das Dauerfeuer der Bombardierungen durch die Luftwaffe, die Marine und die Artillerie der Zionisten unterstützt werden, welche die modernste militärische Technologie und nicht-konventionelle Waffen benutzen, wie im Fall von Splitterbomben, wie Russia Today berichtete.

Elektrische Energie und Lebensmittel mangeln, und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnt, dass innerhalb von Tagen «die gesamte Bevölkerung ohne Wasser verzweifeln wird». Die Ansteckungsgefahren und der Zusammenbruch des Abwassersystems lassen vorhersehen, dass die Leute Epidemien ausgesetzt werden, warnt das IKRK weiter.

Schon diese Woche aktualisierte die Agentur der Vereinten Nationen für die Palästinenschen Flüchtlinge das Total der bei dieser Organisation Schutz suchenden Palästinenser auf 100’000. Die Verletzten können nicht evakuiert werden, und in den Spitälern, die ebenfalls Zielscheiben der Bombenangriffe sind – wie geschehen am Montag, 21., in Dir el Balah –, kämpft man verzweifelt um die Rettung von Leben, in der Furcht, dass sie wieder mit schweren Verletzungen zurückkommen. Die Örzte ohne Grenzen machten am Sonntag, 20. gegenüber AFP Anzeige davon, dass die Mehrheit der im Spital von Shifa ankommenden Verletzten Frauen und Kinder sind, und dass die Hälfte der zur Reanimation geschickten Verletzten schliesslich sterben, während es den anderen an der dringlichsten chirugischen Hilfe fehlt.

Massaker mit Zustimmung

Das Massaker vom Samstagmorgen, 19. in Chajaya in der Umgebung von Gaza, dem mehr als 60 Personen zum Opfer fielen, ist ein Beispiel für das, was die Nationale Behörde Palästinas (ANP) als «von Besatzungkräften» verübte «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» einstuft. ANP-Präsident Mahmoud Abbas bekräftigt den Appell zu einer «unverzüglichen internationalen Intervention zum Schutz der Zivilbevölkerung des Gazastreifens».

Abbas traf sich schon diesen Montag in Doha (Katar), mit dem Führer der Hamas, Khaled Meshaal. Gemeinsam forderten sie den Schluss der israelischen Aggression und die Aufhebung der Blockade gegen den Gazastreifen, und bekräftigten den nicht rückgängig zu machenden Entscheid zu einer nationalen Einheitsregierung, und stimmten in diesem Sinne überein, «dass alle palästinensischen Fraktionen wie ein Team in Richtung auf einen Waffenstillstand arbeiten müssen».

Inzwischen begab sich der Chef der nordamerikanischen Diplomatie in die ägyptische Hauptstadt Kairo. Das Ziel von John Kerry ist es, die Kapitulation der Palästinenser sicherzustellen, und Hamas dazu zu zwingen, «bedingungslos einen allseitigen Waffenstillstand» anzunehmen, erklärte er in einem Interview der ABC.

Auf der Linie der Erklärungen von Barack Obama, beharrte der nordamerikanische Staatsekretär darauf, die Hamas verantwortlich zu machen und warf der Bewegung vor, sie würde Tel Aviv zu «weiteren Aktionen provozieren»; Kerry verteidigte das «Selbstverteidigungsrecht» Israels und qualifizierte die Vorgänge in Gaza als «unangenehme Sache». Schon vorgängig hat seine Sprecherin Jen Psaki, auf Anfrage nach der Zahl der Toten, die man in USA als genügend betrachten würde, um von Genozid zu sprechen, geantwortet, dass es «einen breiten Fächer von Definitionen gibt».

Es kann daher nicht verwundern, wenn der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu am Sonntag, 20. mit der Garantie auftrat, dass «wir eine komplexe und intensive Tiefenoperation ins Innere des Gazastreifens vollziehen, die von der Welt unterstützt wird», wobei er klar machte, dass die mächtigste Kriegsmaschine der Region nicht beabsichtigt, damit aufzuhören, dass sie Palästinenser liquidiert und ihnen noch mehr Bodenparzellen entzieht. Solange sie nicht gestoppt wird.


Quelle: Agressão israelita à Palestina – Parar o genocídio (Jornal «Avante!», N.º 2121, 24 de Julho de 2014) | Übersetzung aus dem Portugiesischen: kommunisten.ch (24.07.2014)



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