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Die Tentakel Bolsonaros gegen Kuba

Bolsonaro hat für die Unterstützung seiner Politik gegen Kuba und Venezuela seinen Blick auf Washington und die Trump Administration gerichtet

Autor: Elson Concepción Pérez (5. Dezember 2018)

Es wäre naiv zu glauben, dass die Angriffe Bolsonaros gegen die kubanischen Ärzte, damit sie das Land verlassen, nicht Teil eines größeren Plans sind, dessen Tentakel erst ans Tageslicht treten werden, wenn er die Präsidentschaft angetreten hat.

Aber es wird bereits sehr deutlich, wozu er mit seinen Intrigen gegen die Insel fähig ist, die das Leben von Tausenden seiner Mitbürger gerettet hat und Millionen von ihnen mit Hingabe und Fachwissen behandelt hat.

Bolsonaro hat für die Unterstützung seiner Politik gegen Kuba und Venezuela seinen Blick auf Washington und die Trump Administration gerichtet.

Jeden Tag erscheint ein neues Glied in der Kette: das überschwängliche Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsberater des Weißen Hauses John Bolton, bei dem die Hauptthemen Venezuela und Kuba waren, aber ganz bestimmt nicht, die Leistungen beider Länder zum Wohle der Bevölkerung.

In Miami traf sich der Sohn des neuen Präsidenten, Eduardo Bolsonaro, mit Orlando Gutiérrez, einem der schlimmsten Vertreter der kubanisch-US-amerikanischen Mafia, mit Verbindungen zu Terroristen und Lohnempfänger der USAID. Er ist der Kopf der Kampagne die gegen die minimalste Öffnung bei den Beziehungen kämpft, wie sie während der Präsidentschaft von Barack Obama erfolgt war.

Damit seine Haltung auch für die Nachwelt erhalten bleibt, posierte Eduardo Bolsonaro bei besagtem Besuch mit dem Terroristen kubanischer Herkunft Orlando Gutiérrez vor der Kamera.

Der Sohn des Präsidenten twitterte: Die Linke vereinigte sich und schuf eine blutige Diktatur in Kuba. Es ist an der Zeit, uns zu vereinen, um die von ihnen geschaffene Bestie loszuwerden.“

Um dies zu unterstreichen, zeigte Bolsonaro junior sein T-shirt auf dem stand: „Sei nett, sei kein Kommunist“.

Was seinen Gastgeber Orlando Gutiérrez angeht, so stand er im Namen einer sogenannten „Versammlung des Kubanischen Widerstands“ in der letzten Zeit an der Spitze des Kampfes gegen Kreuzfahrtschiffe, die in Kuba anlegen und auch des Aufrufs ans „Exil“ Aktionen zur Schaffung einer neuen Republik zu unternehmen.

Anmerkung am Rande: er erklärt nicht, was diese „neue Republik“ ist, aber ich stelle mir vor, dass sie ein weiterer Stern in der Flagge der Vereinigten Staaten sein soll.

Als „Kreditkarte“ für die neue US-Regierung richteten Gutiérrez und andere, die vom elenden Geschäft der Konterrevolution leben, eine Botschaft an Donald Trump, um „ihm für die neuen gegen Kuba gerichteten Maßnahmen zu danken“.

Dieser Herr und andere Lateinamerikaner seiner Zunft wurden von dem ultrarechten Abgeordneten und Präsidentensohn Eduardo Bolsonaro zu einem„Konservativen Gipfel der Amerikas“ zusammengerufen, der am 8. Dezember in Foz de Iguazú stattfinden soll, eine Stadt, die an der Grenze des Dreiländerecks Brasilien, Argentinien und Paraguay gelegen ist. Zu denjenigen, die bereits ihre Teilnahme zugesagt haben, gehört der der Ultrarechte José Antonio Kast, der bei den Präsidentenwahlen in Chile 8% erreichte, Orlando Guitérrez, als Vertreter der kubano-usamerikanischen Mafia in Miami, Jorge Jérez Cuellar, kolumbianischer General der Reserve und der venezolanische Oppositionelle Miguel Ángel Martín. Ebenfalls eingeladen wurde der kolumbianische Ex-Präsident Álvaro Uribe.

Wenn Jair Bolsonaro und sein Sohn Eduardo Allianzen mit Personen wie Orlando Gutiérrez und anderen anderen Terroristen in den USA gebildet haben, wie kann man dann glauben, dass die Kampagne gegen die kubanischen Ärzte in Brasilien einfach nur eine Initiative des neuen Präsidenten ist und nicht ein von Washington unterstützter hauptsächlich gegen Kuba und Venezuela gerichteter Plan?

Quelle: de.granma.cu (5.12.2018)


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